DIE LINKE. lehnt das Werben von Rekruten bei Schülern, Schülerinnen und Auszubildenden strikt ab
Am 1. Februar 2012 ist am Claus von Staufenberg Gymnasium in Rodgau ein Werbeauftritt der Bundeswehr geplant, um das Heer und die dortigen "Ausbildungsmöglichkeiten" vorzustellen. DIE LINKE. Kreisverband Kreis Offenbach, alle Ortsverbände des Kreises, und auch die Mandatsträger des Kreisverbandes lehnen diese Form der Werbung für die Bundeswehr strikt ab. DIE LINKE. Kreisverband Kreis Offenbach wird ihre Ablehnung auch vor Ort artikulieren.
"Immer wieder versucht die Bundeswehr, Potential im schulischen Bereich und der Ausbildungssparte zu schöpfen. So zum Beispiel auch auf der Ausbildungsmesse in der Weibelfeldschule in Dreieich im November 2011. Es hat auch Tradition, dass die Bundeswehr in Schulen auftritt und in schönen bunten Bildern darlegt, dass man dort Führerscheine erwerben kann und tolle Offizierslaufbahnen winken. Nun, nach der Abschaffung der Wehrpflicht, steckt das Heer auch personell in der Klemme." Henry Schmidt, im Kreisverband in friedenspolitischen Themen engagiert, ist über die Entwicklung entsetzt.
"Die Bundeswehr aber arbeitet eindeutig interessengesteuert, ihre Ausbildungsangebote sind Bestandteil eines militärischen und gewaltorientierten Umfeldes, das auf Krieg und Zerstörung menschlichen Lebens ausgerichtet ist. Wer bei der Bundeswehr seinen Führerschein erwirbt, darf diese neu erworbene Kompetenz im Zweifelsfall in Afghanistan vor Ort testen. Das widerspricht den Grundwerten einer humanen und an pazifistischen Zielen orientierten demokratischen Gesellschaft. Die Bundeswehr hat an Schulen und anderen Einrichtungen, in denen zivil ausgebildet wird, nichts, aber auch gar nichts, zu suchen."
Henry Schmidt fügt hinzu: "DIE LINKE. ist für die Auflösung der Bundeswehr und für die Einführung eines zivilen Friedensdienstes. Der zivile Friedensdienst ist notwendiges Instrument, bei dem junge Menschen die Befähigung erwerben, um für konstruktive Konfliktlösungen einzutreten und am Aufbau einer gewaltfreien Gesellschaft mitzuarbeiten. Zudem dient der Friedensdienst der Völkerverständigung. Er kann Bestandteil einer an humanen Zielen orientierten Entwicklungshilfe sein."
Redaktion: Natascha Bingenheimer

