26. Juni 2017 Joost Reinke

Fraktionsvorsitzender wirbt für bessere politische Kultur

Joost Reinke (DIE LINKE) warb in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung für einen Politikstil, der von mehr Offenheit und Ehrlichkeit geprägt ist. Er ist der Meinung, dass wenn jemand auf Fehler oder Ungereimtheiten hingewiesen wird, derjenige auch dazu stehen und vielleicht einfach sagen sollte: „Sorry, ich habe mich vertan“. Das ist der politische Stil, den er sich im Langener Parlament wünscht.

Anlass für den Appell des Fraktionsvorsitzenden war ein Zitat des Langener Bürgermeisters bei dessen Neujahrsansprache im Januar 2017. Damals hatte Herr Gebhardt gesagt: „Mein Ziel ist es, unsere Stadt auf eine Einwohnerzahl von 40- bis 45.000 Menschen zu bringen und auf diesem Niveau zu stabilisieren“ (Rede vom 12.1.2017 unter www.langen.de). Auf die Rückfrage in der Stadtverordnetenversammlung welche Zahl denn nun gelten solle und ob es irgendwelche geheimen Pläne gebe, Langen, entgegen aller bisherigen Aussagen, auf 45000 Einwohner anwachsen zu lassen, antwortete der Gefragte, dass er die Zahl 45000 nie geäußert hätte und es sich um einen Hörfehler handeln müsse.

Eine von Reinke beantragte entsprechende Klarstellung im Protokoll wurde, nach einer ausführlichen Intervention durch den Stadtverordnetenvorsteher, mit breiter Mehrheit abgelehnt. Stephan Reinhold konnte in der alten Protokollnotiz keinerlei Unklarheit erkennen