DIE LINKE. Dreieich kritisiert weitere Vorüberlegungen zur Abwicklung der Dreieicher Bäder scharf
Aktuell zur angedachten Verlagerung des Parkplatzes am Freibad
Dreieich, 17. Januar 2012. Der Magistrat prüft zurzeit die Verlagerung des Tennisgeländes des Clubs Rot-Weiß an der Hainer Chaussee. In diesem Zusammenhang soll nun auch abgewägt werden, den angrenzenden Parkplatz auf einen Teil der Fläche der Liegewiese des Freibades zu verlagern. So ein Antrag der SPD-Fraktion, der nächste Woche im Ausschuss für Soziales, Kultur und Sport behandelt werden soll.
„Dies sind die ersten Vorbereitungen, um den Bestand der Bäder in Dreieich anzutasten“, kritisiert Natascha Bingenheimer, Stadtverordnete DIE LIINKE. in der Dreieicher Stadtverordnetenversammlung. „Davor können wir nur ausdrücklich warnen. Es besteht eindeutig die Tendenz, mindestens eines der Bäder, entweder Frei- oder Hallenbad, fallen zu lassen. DIE LINKE. sagt ganz klar, dass in Dreieich beide Bäder erhalten werden sollen und lehnt alle Vorüberlegungen, um die Abwicklung über die Hintertür mittels so genannter ‚Prüfungen’ zu betreiben, schlichtweg ab.“
Kienbaum hatte als Maximallösung sogar die Schließung beider Bäder erwogen, was politisch aber nicht durchsetzbar sein wird. In dem Gutachten wird die Schließung des Freibades präferiert, obwohl dies vor kurzem erst unter erheblichem Aufwand saniert wurde.
„Die Dreieicher Bürger sind bei dem Bäderthema sehr empfindlich“, fügt die Stadtverordnete hinzu. „Es wird erhebliche Widerstände geben, wenn die Bäder angetastet werden, egal, ob Hallenbad oder Freibad. Es ist gar nicht einzusehen, dass die Bürger für die jahrelange finanzielle Misswirtschaft der Stadt büßen sollen. Wir werden die pekuniären Probleme Dreieichs so nicht lösen, höchstens den Angebotsstandard der Stadt abbauen, was einen Wegzug einkommensstarker Bürger zur Folge haben könnte, die hier ja auch ihre Einkommenssteuer zahlen. Die Diskussion um den Erhalt von Schwimmstätten kann sowieso als Klassiker gelten, wenn es darum geht, Geld einzusparen.“
„Schwimmstätten haben eine Vielzahl von Funktionen und Aufgaben. Sie sind Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge, Schwimmen ist eine der liebsten Sportarten der Bundesbürger, Schwimmbäder sind soziale Treffpunkte und dienen der Gesundheitsvorsorge. In Bäder wurde viel Steuergeld investiert. Schließlich heben sich kommunale Angebote grundlegend von privaten ab, sowohl inhaltlich als auch preislich. Öffentliche Bäder sind jene Orte, in denen die Menschen die Kulturtechnik Schwimmen lernen, in denen sich Vereine und Schulen betätigen. Die Dreieicher Bäder sind sehr gut besucht und die Bürger wollen sie behalten.“
Kontaktadresse:
Natascha Bingenheimer
0174/4952610
bingenheimer@web.de
sowie
Alexander Lauber


