Eine sozial gerechte Seniorenpolitik sieht anders aus!
Pressemitteilung - Altenpflegeheim Dietrichsroth in Dreieich: DIE LINKE. Dreieich kritisiert Neubau auf Kosten der Heimbewohner und der Steuerzahler zum Nutzen der Johanniter-Haus Dietrichsroth GmbH
Dreieich, 22. Januar 2012. Das Altenpflegeheim Dietrichsroth ist seit kurzer Zeit in neuen Räumen untergebracht, das alte Gebäude in der Taunusstr. wird abgerissen. Der von der Bewohnern zu leistende Investitionskostenanteil stieg damit von 10,12 Euro auf sagenhafte 19,70 Euro pro Tag, eine Steigerung, die sich so mancher Heimbewohner nicht mehr wird leisten können“, befürchtet Natascha Bingenheimer, Stadtverordnete DIE LIINKE. in der Dreieicher Stadtverordnetenversammlung.
„Fakt ist, dass hier auf Kosten der Heimbewohner und der Steuerzahler ein teurer Neubau realisiert wurde. Jene Heimbewohner, die sich den rasant angestiegenen Unterhalt nicht mehr leisten können, werden einen Antrag beim Sozialamt stellen müssen – Stichwort ‚Steuerzahler kommt auf’ - oder aber die Kinder werden zur Finanzierung herangezogen.
Der Sachverhalt ist ganz einfach: Man stelle sich vor, ein Mietshaus mit Sozialmieten wird sehr aufwendig saniert oder gar neu gebaut. Die Renovierung wird dann auf die Mieter umgeschlagen und am Ende verlassen die Nichtfinanzstarken das Haus, um Wohlhabenden Platz zu machen. Und der Besitzer des Hauses ist außerdem eine GmbH.
Die Fragen der Linken lauten: Wenn das Haus so renovierungsbedürftig war, dass es neu gebaut werden musste, warum gab es dann eigentlich keine öffentlichen Gelder? Und wenn es aus triftigen Gründen keine öffentlichen Gelder gab, warum wurde dann neu gebaut? Hätte eine Renovierung nicht gereicht? Geht es hier um das Wohl der Senioren oder geht es um die Gewinne der Johanniter-Haus Diethrichsroth GmbH?“
Die Stadtverordnete schließt: “Eine sozial gerechte Seniorenpolitik sieht anders aus. Eine gute Seniorenpolitik ist nachhaltig und nimmt auf die Interessen der Bewohner Rücksicht – vor allen Dingen aber sollte die Unterbringung bezahlbar sein und sich nicht an den Gewinninteressen der Verbände orientieren.“
Kontaktadresse:
Natascha Bingenheimer
0174/4952610
bingenheimer@web.de
sowie
Alexander Lauber


