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Der 8. März wird unser Frauen-Streiktag!

auch wenn wir mit Stolz auf 100 Jahre Frauenwahlrecht zurückblicken können, bleiben viele Forderungen der Frauenbewegung noch unerfüllt. Und nicht nur das: eine neu erstarkende Rechte hat sich das Ziel gesetzt, bereits erkämpftes Recht rückgängig zu machen und Frauen zurück an den Herd zu schicken. Vor diesem Hintergrund, rufen Frauen erneut zu einem Frauenstreik auf. Damit reihen sich auch Feministinnen in Deutschland in die globale Frauenstreikbewegung ein.

Weltweit wehren sich Frauen damit gegen Neoliberalismus, Korruption, politische Verrohung, gegen Rassismus, Sexismus und Gewalt an Frauen, gegen Armut, Krieg, den Raubbau an der Natur und ausbeuterische Arbeitsverhältnisse - sei es in Indien oder auf Bali, in Polen oder Italien, in Argentinien oder den USA.

"Wenn wir streiken, steht die Welt still" ist unser Motto. Ein feministischer Streik erkennt Arbeit nicht nur an, wenn sie entlohnt wird, sondern will darüber hinaus die unzähligen Stunden von Pflege-, Erziehungs- und emotionaler Arbeit von Frauen sichtbar machen. Nicht zu vergessen die unverzichtbare ehrenamtliche soziale Arbeit von Frauen, insbesondere von Seniorinnen. All diese Arbeit ist Arbeit und berechtigt uns Frauen zum Streik.

Auch in diesem Jahr rufen wieder zahlreiche lokale Gruppen am 8. März zum feministischen Streik auf. Als LINKE schließen wir uns diesem Aufruf an und fordern:

… ein Ende der Gewalt gegen Frauen. Das heißt: Eine konsequente Aufklärung der Taten, eine solide Finanzierung von Frauenhäusern und der politische Einsatz gegen jegliche Form sexistischer Gewalt.

.... das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung. Das heißt: Streichung der Paragrafen 218 und 219a – denn Schwangerschaftsabbrüche müssen endlich entkriminalisiert werden. Das Informationsverbot muss fallen.

... die Aufwertung der Pflegearbeit. Das heißt: 100.000 Pflegekräfte mehr in Krankenhäusern, 40.000 Fachkräfte mehr in der Altenpflege, ein verbindlicher Personalschlüssel und ein Mindestlohn von 14,50 Euro in der Altenpflege.

… eine armutsfeste Rente. Das heißt: Anhebung des Rentenniveaus, die volle Anrechnung von Kindererziehung und eine bessere Anrechnung von Pflegezeiten bei der Rentenberechnung, sowie eine solidarische Mindestrente von 1.050 Euro.