Jürgen Klei
Unser Kandidat für Dietzenbach, Heusenstamm, Mühlheim und Obertshausen
- Geboren 1955, verheiratet, 1 Sohn, 1 Tochter, 1 Enkel
- Berufsschullehrer, Diplom-Betriebswirt, Diplom-Handelslehrer
- Personenzentrierte und kooperative Beratung
- Gewerkschaftsmitglied seit 1972, aktuell GEW
- Politisiert durch die Schüler-Lehrlingsbewegung
- Wehrdienstverweigerung aus politischen Gründen
- Mitglied der Partei DIE LINKE. seit 2007
- ehemals Mitglied der SPD von 1971 bis 2002
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Mein Beitrag auf hessenschau.de. Was Beleuchtung ausmachen kann; hoffentlich werde ich so alt, wie ich da aussehe! *SMILE* Sehr unprofessionell: Frau Kamerafrau vom HR!
Positionen
- Über 18 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Hessen sind von Armut bedroht. Das heißt, sie leben in Familien oder mit alleinerziehenden Eltern, die weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens in Hessen (2015 = 988 EUR) erhalten.
- In Hessen waren im vergangenen Jahr gut 155.000 Kinder im Alter bis 18 Jahren auf Hartz IV angewiesen - rund jedes siebte. Da bedeutet, dass in jeder Schulklasse im Durchschnitt 3 bis 4 Kinder betroffen sind.
- Hessen hat im Vergleich mit anderen Bundesländern einen unterdurchschnittlichen Anteil an armen Menschen. Allerdings steigen die Zahlen immer weiter an. Im Jahr 2005 galten 12,7 Prozent der Menschen als arm. Seit 2010 gibt es einen kontinuierlichen Anstieg auf 14,4 Prozent im Jahr 2015 (2. Landessozialbericht, Dezember 2017). 2016 sei die Quote weiter auf 15,1 Prozent angewachsen.
Wissenschaftliche Studien zeigen: Wer arm ist, bleibt es. Beengtes Wohnen, wenig Geld für gesundes Essen, Bildung, Hobbys oder Urlaub und nur geringe Chancen auf gesellschaftlichen Aufstieg haben lebenslange Auswirkungen. Kinder aus armen Familien können die Nachteile, die sie in der Kindheit erfahren haben, oft in ihrem späteren Leben nicht ausgleichen.
Besonders häufig trifft es Alleinerziehende und kinderreiche Familien. Armut bedeutet hierzulande für Kinder meist nicht, kein Dach über dem Kopf oder kein Essen zu haben – die existenzielle Grundversorgung ist in der Regel gewährleistet. Arm sein heißt aber, auf vieles verzichten zu müssen, was für Gleichaltrige ganz normal zum Leben dazugehört.
Wir brauchen eine aktive Armutsbekämpfung und einen wirksamen Landesaktionsplan gegen Kinderarmut.
- Gebührenfreie Kitas
Die Kindertagesstätten sollen gebührenfrei und personell gut ausgestattet werden. Die Betreuungszeiten müssen eine Vollzeiterwerbstätigkeit der Eltern möglich machen.
- Ganztagsschulen ausbauen
Ganztagsschulen bieten die beste Möglichkeit, alle Kinder gleichermaßen zum Schulerfolg zu führen. Gerade Kinder, deren Eltern nicht über einen hohen Bildungsabschluss verfügen, können hier am besten gefördert werden.
- Kostenfreies Mittagessen in den Bildungseinrichtungen
Alle Kinder brauchen ein kostenloses und qualitativ hochwertiges Mittagessen in Kitas und Schulen. Mit leerem Bauch lernt es sich nicht gut. Auch Ausflüge, Bastelmaterial und Lernmittel müssen kostenfrei zur Verfügung stehen. Bildung darf nicht vom Geldbeutel abhängen.
- Mehr bezahlbare Wohnungen
Mehr bezahlbare Wohnungen sind in Hessen dringend erforderlich. Diese müssen barrierefrei und kindgerecht ausgestattet werden. Kinder brauchen einen ruhigen Ort zum Lernen und Platz zum Spielen.
- Kinderrechte und Jugendarbeit stärken
Kinder haben Rechte, sie sollen in ihrem Lebensumfeld mitsprechen können, sie brauchen aber auch professionelle Ansprechpartner*innen in schwierigen Lebenssituationen. Deshalb brauchen wir mehr Sozialarbeiter*innen in den Schulen und Jugendzentren.
- Perspektiven bieten – mehr öffentlich geförderte Beschäftigung schaffen
Eltern in Sozialleistungsbezug brauchen wirksame Unterstützung, um eine existenzsichernde Beschäftigung zu erhalten, die mit der Kinderbetreuung vereinbar ist. Ein öffentlicher Beschäftigungssektor kann dies unterstützen.
- Kindergrundsicherung einführen
Auf Bundesebene muss sich das Land Hessen für eine eigenständige Kindergrundsicherung einsetzen. Für jedes Kind muss mindestens das Existenzminimum abgedeckt werden.


