NEU-ISENBURG - EINE STADT FÜR ALLE - Solidarisch und gerecht
Parteiprogramm zur Kommunalwahl am 15. März 2026
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Bundesregierung investiert Milliarden in Aufrüstung, während Bildung, Soziales und Kommunen unterfinanziert sind. Die Linke Neu-Isenburg stellt sich dieser Politik entgegen. Die chronische Unterfinanzierung der Kommunen muss beendet werden.
Wir treten zur Kommunalwahl an, um uns für ein gutes Leben für alle Menschen in unserer Stadt einzusetzen und eine bessere Zukunft in Neu-Isenburg zu gestalten. Wir stehen für eine direkte Beteiligung der Bürger*innen, für ein lebenswertes Miteinander, soziale Gerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit ein. Wir engagieren uns dafür, dass in unserem reichen Land jeder Mensch ohne Armut und ohne Angst davor leben kann.
Nur Die Linke in Neu-Isenburg setzt sich mit voller Kraft dafür ein, dass jeder Mensch ein elementares Recht auf angemessene Dienstleistungen und auf eine Infrastruktur hat, welche das Prädikat „Lebenswert“ auch wirklich verdient. Dazu zählen nicht zuletzt die soziale Absicherung, ein Zugang für alle zu hochwertiger Bildung und zu Möglichkeiten der Freizeitgestaltung sowie ein sicheres und gepflegtes Wohn- und Lebensumfeld. Hierin sehen wir die vordringliche Aufgabe der Stadt.
Soziale Gerechtigkeit ist für uns weiterhin der Mittelpunkt linker Kommunalpolitik. Bei der Kommunalwahl und der Zeit danach muss es nun darum gehen, konkrete Lösungen und Wege aufzuzeigen, die Lebensbedingungen der Menschen in Neu-Isenburg solidarisch und demokratisch zu gestalten, unabhängig von Herkunft, Sexualität oder Einkommen.
Die Linke wird sich dafür einsetzen, dass Neu-Isenburg auch in Zukunft eine soziale, inklusive und lebenswerte Stadt für alle Generationen bleibt.
Kümmern statt Kürzen
Die Schere zwischen Arm und Reich darf sich auch in Neu-Isenburg nicht weiter öffnen. Eine starke soziale Infrastruktur ist die Grundlage für eine lebenswerte Stadt. Wir werden uns um die Menschen kümmern, statt Förderungen und freiwillige Leistungen zu kürzen.
Attraktivität der Kinderbetreuung steigern
Schaffung von ausreichenden, gebührenfreien Kita-Plätzen vom U3-Bereich bis zur Nachmittagsbetreuung
Unterstützung für Erzieher*innen z.B. bei der Wohnungssuche oder durch Kampagnen für eine bezahlte 3-jährige Ausbildung, um den Beruf attraktiver zu machen.
Gesundheitsversorgung gewährleisten
Neu-Isenburg als attraktiven Standort für Hausärzt*innen und Fachpersonal erhalten
Schaffung stationärer Betreuungsmöglichkeiten zur Sterbebegleitung (z.B. ein Hospiz).
Erhöhung der Betreuungs- und Entlastungsangebote für Menschen mit Demenz
Durchgängige Barrierefreiheit im öffentlichen Raum
Öffentliche Räume für alle schaffen und erhalten
Ein offener Jugendraum und ein Gesellschafts-raum pro Stadtteil bzw. Stadtquartier
Verankerung sozialer Treffpunkte in zukünftigen Bebauungsplänen
Keine weitere Kommerzialisierung oder Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen - Wasser, Energie, Verkehr und Entsorgung sind öffentliche Aufgaben und dürfen nicht profitorientiert betrieben werden
Sozialpass und Sozialtarife einführen
- Einführung eines Sozialpasses für kostenlosen bzw. vergünstigten Zugang zu Schwimmbad, Stadtbibliothek, Kultur und ÖPNV
Sozial gestaffelte Tarife bei den Stadtwerken für Energie, Wasser, Wärme und Nahverkehr
Bezahlbares Wohnen für alle
Eine bezahlbare Wohnung sollte für jeden in Neu-Isenburg selbstverständlich sein, doch leider steigen die Mieten rasanter als das Einkommen. Für Menschen mit niedrigem Einkommen gibt es nach wie vor einen Mangel an erschwinglichen Wohnraum. Die Linke fordert daher, dass die Stadtentwicklung nicht nur den Interessen der Investoren folgt, sondern auch den sozialen Wohnbedürfnissen gerecht wird. Der Ausbau der Förderung für sozialen Wohnungsbau ist entscheidend, um den Bestand an bezahlbarem Wohnraum zu sichern. Die kommunale Wohnungspolitik ist für Die Linke eine der Kernaufgaben – sowohl vor als auch nach der Wahl.
Sozial und nachhaltig bauen
Erhöhung der Anzahl der Sozialwohnungen durch Neubau geförderter Wohnungen durch die GEWOBAU
- Einführung einer verbindlichen Sozialwohnungsquote von min. 30 Prozent bei allen Neubauprojekten
- Verwendung nachhaltiger Baustoffe und erneuerbarer Energien im Wohnungsbau
Klimagerechte Kommune, sozial gemacht
Klimaschutz muss sozial gerecht gestaltet werden. Die ökologische Transformation darf nicht zu Lasten der Beschäftigten und einkommensschwachen Haushalte gehen.
Die Linke will Energie überlegt nutzen, durch:
Errichtung von Solaranlagen auf allen geeigneten städtischen Dächern.
Installation von intelligenten Straßenlaternen.
Hin & weg mit Bus und Bahn
Das automobilzentrierte Stadtbild gehört der Vergangenheit an. Wir setzen auf einen starken ÖPNV, sichere Radwege und fußgänger-freundliche Räume
Wir wollen den ÖPNV stärken
Intensivierung der Planungen für eine Verlängerung der Straßenbahn bis nach Langen
- Bereitstellung zusätzlicher oder größerer Busse zu Hauptverkehrszeiten, auch in die Nachbarkommunen
- Einsatz von Minibussen (z.B. den Hopper) in Randzeiten
- Befürwortung zum Bau der RTW (Regionaltangente West), um Berufspendler zu entlasten
Engmaschiges Radnetz knüpfen
- Umgestaltung von Schulwegen und Seitenstraßen in Fahrradstraßen und -zonen.
Den Verkehr sicherer und umweltbewusster machen durch:
- Gestaltung eines weitgehend autofreien Alten Orts, mit Ausnahmen für Anlieger und Lieferverkehr.
- Einführung eines generellen Tempolimits von 40 km/h im innerstädtischen Bereich, Tempo 30 wo möglich.
- Erhöhung der Anzahl von Überquerungsmöglichkeiten für Fußgänger*innen an sinnvollen Stellen (z.B. Zebrastreifen vor dem Isenburg Zentrum).
Bildung und Kultur als Allgemeingut
Bildung und Kultur sind öffentliche Güter und müssen für alle zugänglich sein – unabhängig vom Einkommen.
Betreuungsmöglichkeiten erweitern
Mehr Sozialpädagog*innen zur individuellen Förderung in Kitas und Grundschulen (Nachmittagsbetreuung).
Wir stehen für den Ausbau von Bildungs- und Kulturangeboten:
Erweiterung der Stadtbibliothek und Sanierung der Hugenottenhalle zu einer kommunalen Bildungs- und Begegnungsstätte als dritter Ort.
Keine Ausgliederung des Kulturbetriebs in eine GmbH – Kultur darf nicht privatisiert werden.
Kulturelle Bildung muss gestärkt werden durch ausreichende Finanzierung der Musikschule und Museen.
Digitale Teilhabe sicherstellen
Digitalisierung muss dem Gemeinwohl dienen und alle Menschen einbeziehen.
Wir sind für:
Die Aufstellung von weiteren digitalen Terminals außerhalb des Rathauses
Bevorzugung von Open-Source bei der Softwarebeschaffung
Eine Einführung von Gesichtserkennungsprogrammen wird von uns abgelehnt. KI darf nicht dazu genutzt werden, um Personal abzubauen oder Bürgerbüros zu schließen.
Inklusive und weltoffene Stadt
Gesellschaftliche Teilhabe für alle
Kommunales Wahlrecht ab 16 für alle dauerhaft hier lebenden Menschen
Konsequenter Ausbau der Barrierefreiheit im öffentlichen Raum, bei Verkehrsmitteln und digitalen Angeboten
Volle Transparenz und Demokratie
Demokratische Kontrolle und Bürgerbeteiligung bei Entscheidungen öffentlicher Unternehmen
Stärkung der Aufsicht durch gewählte Gremien über städtische Beteiligungen
Geschlechtergerechtigkeit und Antidiskriminierung
Vollständige Gleichstellung von Frauen in allen Lebensbereichen
Aktive Bekämpfung von Rassismus, Antisemitismus, Queerfeindlichkeit und allen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
Intensivere Aufklärungsarbeit und interkulturelle Sensibilisierung in Behörden und Institutionen
Schutz und Unterstützung von Einrichtungen, die von Menschen mit Migrationshintergrund betrieben werden
Ausbau der finanziellen Unterstützung für Projekte der Flüchtlingshilfe
Ehrenamtliches Engagement darf nicht missbraucht werden, um öffentliche Aufgaben zu privatisieren oder Personal abzubauen.
Frieden und internationale Solidarität
- Kein Platz für rechte Hetze
Wir stellen uns entschieden gegen alle Formen von Rassismus, Antisemitismus und rechter Gewalt, sowie Militarismus.
Wir fordern:
Die Förderung von Vereinen und Initiativen, die sich für ein demokratisches Miteinander einsetzen
Aufbau neuer Städtepartnerschaften, beispielsweise mit einer palästinensischen Gemeinde, um internationalen Dialog und Völkerverständigung zu stärken
Keine Werbung für die Bundeswehr oder deren Auslandseinsätze in Schulen oder öffentlichen Einrichtungen
Kommunal geförderte Unterstützung junger Menschen sich der Wehrpflicht zu verweigern
Die Linke unterstützt die „Mayors for Peace“-Bewegung und setzt sich für Abrüstung und zivile Konfliktlösung ein.
Mitmachen!
Veränderung beginnt vor Ort. Wir rufen alle Menschen in Neu-Isenburg auf, sich für soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz und Demokratie einzusetzen. Gemeinsam können wir unsere Stadt gerechter, ökologischer und friedlicher gestalten.
V.i.S.d.P.: Edgar Schultheiß, Richard-Wagner-Str. 13, 63263 Neu-Isenburg
Kontakt: ov-neu-isenburg@die-linke-kreis-offebach.de
Die Linke Neu-Isenburg zur Kommunalwahl zugelassen.
Der Wahlausschuss der Stadt Neu-Isenburg hat am 16. Januar 2026 den Wahlvorschlag der Partei Die Linke einstimmig zur Kommunalwahl am 15. März 2026 zugelassen.
Die Linke wird sich als Liste 6 für bezahlbares Wohnen, einen starken ÖPNV und mehr Mobilität für Alle, den Ausbau und Erhalt der öffentlichen Infrastruktur sowie für konsequenten Umwelt- und Klimaschutz vor Ort einsetzen. Wir stellen soziale Themen, gute Arbeitsbedingungen, eine kostenlose Bildung in Kitas und Schulen und ein breitgefächertes, für alle zugängliches Kulturangebot in den Mittelpunkt. Wir stehen außerdem für eine solidarische und friedliche Gesellschaft ohne Militarismus, Rassismus und Faschismus.
Angeführt wird die Liste von den beiden erfahrenen Stadtverordneten Edgar Schultheiß und Renate Wißler. Auf Listenplatz 3 wurde der Gewerkschaftsangestellte Nick Papak Amoozegar gewählt. Auf den Plätzen 4 und 5 kandidieren mit René Hanstein und Linda Gilbhard zwei Neueinsteiger in der Neu-Isenburger Lokalpolitik. Stephan Schölzel wird das Quintett durch seine Erfahrung in der städtischen Jugendarbeit als Kandidat Nummer 6 unterstützen. Auf den weiteren Listenplätzen folgen eine gute Mischung aus Alt und Jung sowie aus allen Bevölkerungsschichten.
Wir werden die vollständige Liste sowie die Inhalte unseres Wahlprogramms in Kürze an dieser Stelle ausführlich vorstellen.
#dielinke #kommunalwahl2026 #neuisenburg #kümmernstattkürzen


