Kommunalwahlprogramm 2026–2031

Die Linke Dietzenbach – Wahl am 15. März 2026


Vorwort
Die Bundesregierung investiert Milliarden in Aufrüstung, während Bildung, Soziales und Kommunen unterfinanziert bleiben. Die Linke Dietzenbach stellt sich dieser Politik entgegen. Wir kämpfen für eine Stadt, in der alle Menschen in Würde, sozialer Sicherheit und ohne Angst leben können. Unser Ziel ist ein Dietzenbach, das durch soziale Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit, direkte Demokratie und ein friedliches Zusammenleben geprägt ist. Wir laden alle Bürger*innen ein, gemeinsam diese Zukunft zu gestalten.


1. Eine Stadt mit sozialer Infrastruktur für alle

Die Schere zwischen Arm und Reich darf sich nicht weiter öffnen. Eine starke soziale Infrastruktur ist die Grundlage für ein lebenswertes Dietzenbach.

Attraktivität der Kinderbetreuung steigern
•Schaffung ausreichender Kita-Plätze vom U3-Bereich bis zur Nachmittagsbetreuung.
•Übertarifliche Entlohnung für Erzieher*innen, besonders in Ausbildung.

Öffentliche Räume für alle schaffen
•Ein offener Jugendraum und ein Gesellschaftsraum pro Stadtteil.
•Verankerung sozialer Treffpunkte in zukünftigen Bebauungsplänen.

Gesundheitsversorgung gewährleisten
•Dietzenbach als attraktiver Standort für Hausärzt*innen und Fachpersonal.
•Durchgängige Barrierefreiheit im öffentlichen Raum.


2. Bezahlbares Wohnen für alle

Wohnen ist ein Grundrecht – doch in Dietzenbach steigen die Mieten schneller als die Einkommen.

Sozial und ökologisch bauen
•Einsatz nachhaltiger Baustoffe.
•Nutzung erneuerbarer Energien im Wohnungsbau.


3. Klimagerechte Kommune – sozial gestaltet

Klimaschutz muss sozial gerecht umgesetzt werden. Die ökologische Transformation darf nicht zu Lasten der Beschäftigten und einkommensschwachen Haushalte gehen.

Energie sinnvoll nutzen
•Solaranlagen auf allen geeigneten städtischen Dächern.
•Intelligente Straßenlaternen im Rahmen des Smart-City-Projekts.
•Abschaltung wenig genutzter Ampeln in der Nacht.

 Die Stadt erblühen lassen
•Entsiegelung öffentlicher Flächen.
•Begrünung von Fassaden städtischer Gebäude.


4. Ein warmes und zugängliches Schwimmbad für alle

Im vergangenen Sommer wurde die Wassertemperatur im Schwimmbad eigenmächtig abgesenkt – mit der Folge, dass insbesondere ältere Menschen und Kinder das Bad nicht mehr nutzen konnten. Das darf sich nicht wiederholen.

Wir fordern:
•Verbindliche Mindesttemperaturen für das Schwimmbad, die gesundheitliche Bedürfnisse berücksichtigen.
•Transparente Entscheidungsprozesse zwischen Verwaltung und Stadtwerken.
•Bürger*innenbeteiligung bei Änderungen, die die Nutzbarkeit öffentlicher Einrichtungen betreffen.

Ein warmes Schwimmbad ist nicht Luxus – es ist ein Teil öffentlicher Daseinsvorsorge.


5. Bildung und Kultur als Allgemeingut

Bildung und Kultur müssen für alle zugänglich sein – unabhängig vom Einkommen.

Bildungs- und Kulturangebote ausbauen

•Kontinuierliche Anpassung des VHS-Angebots an die Bedürfnisse der Bürger*innen.
•Stärkung kultureller Bildung; ausreichende Finanzierung von Musikschule, Museen und weiteren Einrichtungen.
•Ziel: Gebührenfreiheit bzw. sozial gerechte Tarife.


6. Inklusive und weltoffene Stadt

Gesellschaftliche Teilhabe für alle
•Kommunales Wahlrecht ab 16 für alle dauerhaft hier lebenden Menschen.
•Lokale Aktionspläne zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.
•Erweiterter Ausbau der Barrierefreiheit – analog, digital und im Verkehr.

Geschlechtergerechtigkeit
•Vollständige Gleichstellung von Frauen.
•Umsetzung der Istanbul-Konvention.
•Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Pflege- und Erziehungsberufen.

Gegen Diskriminierung
•Aktive Bekämpfung jeder Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.
•Interkulturelle Sensibilisierung in Behörden.
•Schutz von Einrichtungen, die von Menschen mit Migrationshintergrund betrieben werden.


7. Mehr direkte Demokratie wagen

Die Bürger*innen sollen mehr Einfluss auf politische Entscheidungen vor Ort erhalten.
•Einführung eines kommunalen Petitionsrechts.
•Ausbau der digitalen Informations- und Mängelmeldeplattform.
•Ehrenamt darf nicht zur Privatisierung öffentlicher Aufgaben missbraucht werden.


8. Stadt des Antifaschismus und des Friedens

Wir stellen uns entschieden gegen rechte Gewalt, Rassismus und Antisemitismus.
•Förderung demokratischer Initiativen.
•Keine Werbung für die Bundeswehr an Schulen oder öffentlichen Einrichtungen.
•Unterstützung der „Mayors for Peace“-Bewegung.


Mitmachen!
Veränderung beginnt vor Ort. Wir rufen alle Bürger*innen auf, sich für soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz und Demokratie einzusetzen.
 

Deshalb am 15. März 2026: Liste 7 wählen!